AGNIESZKA JUREK | ZEICHNUNG UND FILM


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AGNIESZKA JUREK FILM 2011

63 Min. / HDV

Regie/Drehbuch: Agnieszka Jurek
Produzent: Carsten Aschmann - hula offline
Darsteller: Jerzy Jurek, Janusz Jaskola, Zdzislaw Bernat, Fanny Aschmann u.a.
Musik: SANKT OTTEN
Schnitt & Sound-editing: Carsten Aschmann
Kamera: Carsten Aschmann
Briefmarken Animationen: Agnieszka Jurek und Carsten Aschmann

SPRACHVERSIONEN: DE/PL + DE subtitles | DE/PL + EN subtitles | PL + DE subtitles

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Mit freundlicher Unterstützung:


In 40 Jahren Arbeit in der polnischen Forstwirtschaft legte Jerzy Jurek 96.000km zurück. Einsamkeit, Einöde und Stille begleiteten seinen Beruf. Der Wald - ein dritter Lebensraum mit eigenen Gesetzen, fernab einer Gesellschaft, die durch den Sozialismus geprägt war.
Die Dokumentation zeigt das Leben von Jerzy Jurek leichtfüssig und schwebend.



In einer nicht chronologischen Abfolge aus Gesprächen mit Jerzy Jurek werden seine wichtigsten Lebensstationen behandelt. In der Zeit der deutschen Besatzung musste er als Kind 3 Jahre lang Zwangsarbeit in der zur Quandt Gruppe gehörenden Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik (DWM) in Poznan verrichten. Auf dem Forstgymnasium in Margonin erlernte er von 1947-49 seinen Beruf. Das Ende seiner 43-jährigen beruflichen Laufbahn in der Forstwirtschaft wird zugleich markiert durch das Ende des Sozialismus.

Seinen Lebensabend verbringt er in einem Polen, das sich seit 1989 unter dem Einfluss des Westens stark verändert hat. Jerzy Jurek kehrt an jene Orte zurück, die ihn prägten. Dort spricht er mit seiner Tochter, der Regisseurin Agnieszka Jurek, über sein Leben. Er erinnert sich an die dunkle Zeit in der Fabrik und erklärt den Nutzen der Waldwege, die er anlegte. Einsamkeit, Einöde und Stille begleiteten seinen Beruf, sagt Jerzy Jurek am Ende. Und doch war für ihn der Wald ein dritter Lebensraum mit eigenen Gesetzen fernab einer Gesellschaft, die durch den Sozialismus geprägt war. Auch heute scheint die Sehnsucht nach diesem Raum in Jerzy Jurek nicht verklungen zu sein. Ein Raum, der noch jetzt Zuflucht aus dem gegenwärtigen Alltag bedeuten kann.

Die Regisseurin ergänzt das Portrait über ihren Vater mit Einblendungen seiner von Kindestagen an zusammengetragenen Briefmarkensammlung. So entfalten sie unkommentiert ihr Eigenleben und sind Zeitzeugnis der besonderen Art.


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